Arwyn Yale [Krimis ] Alice Vandersee [cosy Romance] Britta Dubber [Feel-Good-Romane]

Kategorie: neuanfang

Ein neues Kapitel. Keine Vorsätze. Über Ziele, Träume und Ängste.

Das neue Jahr ist immer wie ein neues Buch, das wir aufschlagen und das noch leer ist. Und wir hoffen, dass es mit schönen Kapiteln gefüllt wird. Mit tollen Figuren, witzigen Dialogen, schönen Momenten, Erfolgserlebnissen, neuen Erfahrungen, an denen wir wachsen, Happy – Ends.

Vor vielen Jahren, als ich agoraphobisch in meiner Wohnung wie eingesperrt lebte, stieß ich am Silvester-Abend um Mitternacht mit meinem besten Freund mit Brause an und hoffte, dass im neuen Jahr meine Angst magisch verschwindet und ich wieder am Leben teilnehmen kann. Natürlich glaubte ich nicht wirklich an Magie, aber wenn man verzweifelt ist, klammert man sich an Strohhalmen fest und wünscht sich, dass sich Probleme wie von Zauberhand auflösen. Das taten sie natürlich nicht. Die Agoraphobie blieb erst einmal, mein Leben war sehr eingeschränkt und spielte sich entweder in meiner Wohnung ab oder mit Panikattacken und schlimmsten psychosomatischen Beschwerden wie Luftnot, Schwindel, Herzrasen. Übelkeit, Zittern etc. beim Versuch, draußen am Leben teilzunehmen. Einkaufen. Spaziergehen. Ins Café. Die Panik wurde begleitet von schiefen Blicken und verletzenden Kommentaren anderer Menschen. Ein Nachbar, der mir vorwarf, ich hätte doch Drogen genommen, als ich zitternd und kreideweiß im Hausflur stand und mit meiner Panik kämpfte. Taxifahrerinnen, denen ich erzählen musste, dass ich an Panikattacken litt, weil sie mir aufgrund meiner Ausfälligkeiten skeptische bis ängstliche Blicke zuwarfen. Meine Panik spielte sich nicht nur im Kopf ab. Sie war deutlich zu sehen und wurde meistens mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht. Aber ich schweife ab.

Ich nehme mir keine Vorsätze mehr vor, weil ich sie nie einhalten konnte. Das geht wohl den meisten Menschen so. Die Enttäuschung ist einfach zu heftig, wenn die Ängste immer noch da sind, wenn das erste Buch, das man in dem Jahr veröffentlicht und von dem man sich so viel versprach, floppt, wenn die gesündere Ernährung nach dem dritten Tag nicht mehr funktioniert, weil die Krankheit es schon schwierig macht, den Geschirrspüler einzuräumen, vom Kochen ganz zu schweigen.

Natürlich habe ich Ziele und Träume. Aber ich weiß, dass es von mehr als von einem Faktor abhängt, ob und wie viel davon gelingt oder sich umsetzen lässt. Und manchmal kann man sich noch so sehr bemühen, manche Umstände kann man einfach nicht beeinflussen. Ich habe mir vorgenommen, mich weniger unter Druck zu setzen, aber ob ich das auf Dauer schaffe, mit dem ganzen momentanen Druck um mich herum?

Das erste Kapitel in diesem neuen, noch unbedruckten Buch beginnt mit einer Panikattacke kurz nach Mitternacht, aber auch mit schönen Kuscheleinheiten mit meinen Katzen, mit Gedanken an die lieben Menschen, die ich verloren habe, mit viel Unruhe im Kopf, mit einem heftigen PTBS-Flashback am Neujahrsmorgen, der mir buchstäblich die Luft zum Atmen nahm, der mich aber nicht daran hindern konnte, zwei Stunden später das tun zu tun, was ich geplant hatte.

Am dritten Januar wachte sie nach einer unruhigen und von Ängsten geprägten Nacht mit nur drei Stunden Schlaf auf und fühlte sich wie gerädert. Doch der Blick aus dem Fenster formte ein Lächeln auf ihre Lippen. Es schneite. Dicke, feste Flocken, und als sie aufstand und aus dem Schlafzimmerfenster blickte, waren die Gehsteige von einer dicken Schneeschicht bedeckt und der Kirchturm sah aus wie in Puderzucker getunkt. Sie konnte es kaum abwarten, rauszugehen, den knirschenden Schnee unter den Sohlen zu spüren, die kühle Luft auf der Haut zu genießen und sich an den schneebedeckten Ästen der kahlen Bäume zu erfreuen, die die Stadt in ein stilles Märchen verwandelte. Es war leiser. Der Schnee dämpfte den Alltag und seine Geräusche. Es war fast magisch.

Wie früher, als ich als Kind meinen Schlitten voller Vorfreude hinter mir herzog und eine halbe Stunde zum Rodelberg durch den knöcheltiefen Schnee stapfte, dick eingepackt in Anorak, Schal und Mütze.

Es ist später Nachmittag. Ich sitze hier und schreibe, und draußen schneit es erneut sehr stark. Ich freue mich. Schneerieseln macht mich glücklich. Es sind oft die kleinen Dinge.

Alles unter einem Dach

Mehrere Webseiten zu betreuen und auf dem neusten Stand zu halten, ist mühsam und frisst Zeit, die ich lieber zum Schreiben nutzen würde. Deshalb gibt es nun alles unter dieser Webseite. Krimis, Romance und auch die Bücher, die ich nun neu unter meinem bürgerlichen Namen veröffentliche. Feel-Good-Romane, Gegenwartsliteratur, die die nicht zu meinen Romance -Büchern oder Krimis passen. Ich weiß, das meiste spielt sich inzwischen auf Insta und TikTok ab. Aber ich habe meine Liebe für Blogs nie verloren, und dieses schnelle Scrollen, Konsumieren und gar nicht richtig wahrnehmen, geht mir mittlerweile nicht nur auf die Nerven, es trägt wesentlich zu einer Reizüberflutung und mentalen Überforderung bei. Außerdem kann ich viele Dinge gar nicht in einen Instagram-Post packen, weil es zu lang wäre und dort sowieso meist nur die Bilder angeschaut werden und weniger der Text. Für TikToks habe ich im Moment weder die Energie noch die Kreativität noch die Zielgruppe. Dort tummeln sich eher Leser*innen von New Adult, Dark Romance und Romantasy. Ich kann mich schriftlich zudem viel besser ausdrücken als mündlich. Lang lebe der Blog!

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